Das BAGE-Qualitätshandbuch - ein Anstoß zur Qualitätsdiskussion in Elterninitiativen

BAGE-Qualle

Das "Rahmenkonzept der BAGE zur besonderen Qualität von Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft einer Elterninitiative" (kurz BAGE-Qualle) kann in der Geschäftsstelle gegen eine Schutzgebühr von 4 Euro pro Stück bestellt werden.

Elterninitiativen sind in der Regel hinsichtlich der Förderung (und leider auch hinsichtlich der behördlichen Auflagen) auf kommunaler und Landesebene den kommunalen, kirchlichen und verbandlichen Trägern gleichgestellt. Sie unterscheiden sich aber deutlich von anderen Kita-Trägern hinsichtlich ihrer Arbeitsweise, Entscheidungsstrukturen, Konzeptentwicklung und insbesondere in der Übernahme von Verantwortung durch die Eltern und in der Ausgestaltung der Mitspracherechte der Eltern.

Inhaltsverzeichnis und Einleitung Qualitätshandbuch

 

Elterninitiativen sind eine besondere Trägerform und haben deshalb besondere Qualitätsmerkmale

Kinderläden, Eltern-Kind-Initiativen, Elterninitiativen etc. reagieren z.B. auf Grund Ihrer Trägerstruktur sehr sensibel auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Familien. Ändern sich diese Bedingungen, schlägt das unmittelbar auf die Organisationsstruktur durch. Veränderungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Erwartungen der Eltern an die Kita und damit ergeben sich veränderte Erwartungen an die Konzeption und die Gestaltung des pädagogischen Alltags.

Auf solche Veränderungen reagieren Elterninitiativen somit sehr viel schneller und unmittelbarer als andere Kita-Organisationsformen. Und das ist nur eins dieser besonderen Qualitätsmerkmale von Elterninitiativen.

Mit dem Rahmenkonzept der BAGE zur besonderen Qualität von Elterninitiativen beschreiben wir die wichtigsten acht Qualitätsmerkmale, anhand derer Eltern und ErzieherInnen aus Elterninitiativen überprüfen können, wo sie strukturell und konzeptionell stehen.

Diese besondere Qualität von Elterninitiativen spiegelt sich nicht ausreichend in den Bildungsprogrammen der jeweiligen Länder. Deshalb kann die Auseinandersetzung mit dem Rahmenkonzept das Selbstbewusstsein der aktiven Eltern und der pädagogischen Teams stärken.

Die damit verbundene Reflexion über das eigene Tun bedeutet Qualitätsentwicklung und ist Teil der Qualitätssicherung.

Das sollte dann aber noch nicht das Ende der Diskussion sein, sondern der Beginn der Auseinandersetzung darüber, was konkret zu tun ist, um die Qualität zu verbessern bzw. um sie zu erhalten.

Wir wünschen allen Eltern und ErzieherInnen Mut zur Kritik und Bereitschaft zur Veränderung – im Sinne einer kindgerechten Bildung, Erziehung und Betreuung.